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Wie ein indischer Mechatroniker für Nutzfahrzeuge nach Sachsen kommt.

Der Nfz-Mechatroniker Vishnu wurde aus Indien in ein sächsisches Mercedes-Benz Autohaus rekrutiert und arbeitet seit Januar in der Werkstatt. Er erzählt uns von seinen Erfahrungen.

Seit Januar 2022 ist Vishnu Thadathil Krishnan Teil des Werkstatt-Teams im Mercedes-Benz Autohaus Schloz Wöllenstein GmbH & Co. KG. Als indischer Mechatroniker für Nutzfahrzeuge wurde er von VIASONA (www.viasona.de) in Zusammenarbeit mit der TÜV Rheinland AG aus Indien rekrutiert und ins sächsische Freiberg geholt. Wir haben mit dem indischen Auswanderer über seine bisherige Zeit in Deutschland gesprochen.

Seit Januar 2022 ist Vishnu Thadathil Krishnan Teil des Werkstatt-Teams im Mercedes-Benz Autohaus Schloz Wöllenstein GmbH & Co. KG. Als indischer Mechatroniker für Nutzfahrzeuge wurde er von VIASONA (www.viasona.de) in Zusammenarbeit mit der TÜV Rheinland AG aus Indien rekrutiert und ins sächsische Freiberg geholt. Wir haben mit dem indischen Auswanderer über seine bisherige Zeit in Deutschland gesprochen.

1. Vishnu, du bist jetzt schon einige Monate in Freiberg. Was ist dein bisheriger Eindruck von der Stadt und dem Leben in Deutschland?

Ich bin vor allem von der Sicherheit in Deutschland beeindruckt. Nach meiner Spätschicht gehe ich 22:30 Uhr zu Fuß nach Hause und ich fühle mich sehr sicher, nachts durch die Straße zu gehen. Generell sind die Verkehrsregeln fußgänger- und radfahrerfreundlich. Auch die Sauberkeit der Stadt, vor allem in öffentlichen Bereichen, hat mich sehr überrascht. Außerdem gefällt mir der gegenseitige Respekt der Deutschen. Die meisten Menschen hier in Deutschland sind immer freundlich und ich fühle mich sehr wohl. In meinem Land müssen wir bei allem was wir tun immer an andere denken. In Deutschland ist das ganz anders, was das Leben hier im Vergleich zu Indien viel leichter macht. Das gefällt mir gut.

2. Was vermisst du am meisten, wenn du an dein Zuhause in Indien denkst?

Ich vermisse meine Frau sehr. Es ist das erste Mal, dass wir nach unserer Hochzeit getrennt leben. Das macht mich traurig, vor allem wenn ich allein zu Hause bin. Der Centerleiter von Schloz Wöllenstein hier in Freiberg hat aber seine Hilfe angeboten, meiner Frau hier einen Job zu besorgen. Nun freue ich mich schon sehr darauf, meine Frau bald am Flughafen in Empfang nehmen zu können. Ich vermisse aber auch den Rest meiner Familie und meinen Hund. Meine Familienmitglieder sind es zwar gewohnt allein zurechtzukommen, da ich in Indien auch viel in anderen Städten gearbeitet habe. Dennoch plane ich, sie alle 2 Jahre zu besuchen.

3. Was war bisher dein schönstes Erlebnis hier in Deutschland?

Ich bin positiv überrascht von der Qualität aller Produkte, hauptsächlich Lebensmittel. Selbst wenn man günstige Lebensmittel kauft, schmeckt alles sehr gut. Es gibt auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten mit vielen Angeboten. Das finde ich als Kunde großartig. Ansonsten mag ich das Klima und bin auf die kommenden Monate gespannt und freue mich, Deutschland zu erkunden. Die Luft hierzulande ist viel besser als in Indien, wo ich aufgrund von Temperatur- und Stauballergien immer meine Brille aufsetzen muss. Hier habe ich bisher keine Augen- oder Staubprobleme mehr gespürt.

4. Wenn du drei Dinge nennen müsstest, die in deutschen Autowerkstätten ganz anders laufen als in Indien, welche wären das?

Werkstattsicherung mit Spezialwerkzeugen: Die Verfügbarkeit von Schutzbrillen, Sicherheitsschuhen, ordnungsgemäßer Arbeitskleidung, ordnungsgemäßer Verarbeitung von Spezialwerkzeugen. Einrichtungen in der Werkstatt: Voll ausgestatteter Werkzeugsatz, Bremsentest, Abgastest, hydraulikpumpenunterstützte Hebebühne, Schneid-/Schweißmaschine und Waschmaschine. Ersatzteilverfügbarkeit: Gepflegtes Teilelager, Anordnung des Teilelagers, Schnelligkeit der Teilelieferung durch Dritte Zweigniederlassung / Mercedes Benz. Alle oben genannten Punkte sind wirklich besser als die indische Werkstattkultur und machen das Arbeiten angenehmer.

5. Hast du dich gut im Team der Werkstatt von Schloz Wöllenstein eingefunden?

Ja natürlich, ich habe mich im Werkstattteam gut eingelebt und freue mich, in solch einem Team zu arbeiten. Ich bin sehr zufrieden. Alle meine Teamkollegen, das Ersatzteilteam, das Spätschichtteam und alle anderen Kollegen unterstützen mich sehr, sowohl bei der Verbesserung meiner Sprachfähigkeiten als auch der technischen Fähigkeiten und Werkstatttätigkeiten aller Art. Wie schon erwähnt, hat mein Vorgesetzter Herr Müller sogar geholfen, meiner Frau einen Job in Freiberg zu besorgen. Es hilft, sich langfristig in Freiberg einzuleben.

6. Welcher Auftrag in der Werkstatt hat dir bisher am meisten Spaß gemacht?

Ich genieße mechanische Arbeiten, da ich hauptsächlich als Mechaniker in Indien gearbeitet habe. Der Hauptgrund für die Freude ist, dass wir hier alle Werkzeuge haben, um richtig zu arbeiten. Und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen überrascht mich wirklich. Normalerweise haben wir im Schwerfahrzeugsegment 10 oder 11 Stunden täglich ohne geeignetes Werkzeug gearbeitet. Hier sind mechanische Arbeiten mit allen Werkzeugen problemlos zu erledigen. Bei meiner früheren Marke war ich Spezialist für Diagnosegeräte. Da ich neu hier bin, lerne ich jetzt „Xentry“ in der Werkstatt. Ich glaube also, dass ich in Zukunft gute Leistungen im Bereich Diagnose/Elektrik erbringen kann. Im Moment übe ich die tägliche Arbeit bei Aufgaben wie Abgas-Test, Bremsen-Test, Schweißen, Schneiden und Reifenarbeiten.

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